Leserbrief luzerner zeitung 24.03.2019

Die bisherigen Massnahmen reichen nicht, um die Phosphorkonzentration im Baldeggersee zu senken. Deshalb prüfen Kanton und die Gemeinden zusammen mit den Bauern neue Massnahmen. Das ist gut so. Der Zeitungsbericht unterstreicht jedoch einmal mehr, wie die Zuständigkeiten rund um den Baldeggersee verteilt sind: Die Pro Natura ist Eigen­tümerin, den Bauern wird die Schuld an der hohen Phosphorkonzentration gegeben, der Kanton stellt die Regeln auf, und die Seetaler Bevölkerung darf zahlen. Ich bin nicht gegen Massnahmen, um die Phosphorkonzentration zu senken. Und ich bin auch nicht gegen den Schutz des Baldeggersees. Aber ich wehre mich dagegen, dass uns Seetalern nur die Rolle als Zahler zukommt. Neben der Debatte um den Phosphorgehalt braucht es endlich eine breite Diskussion darüber, wie und wo das Gebiet rund um unseren Baldeggersee erlebt werden darf. Und dann braucht es eine moderate Anpassung der Schutzverordnung.

Adrian Nussbaum, CVP-Kantonsrat, Hochdorf